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In Bezug auf eine Rechtsschutzversicherung gibt es eine Reihe von wichtigen Aspekten, die man wissen sollte. Im Rahmen dieses Beitrags müssen grundlegende Fragen hinsichtlich der Rechtsschutzversicherung geklärt werden, wie: Was ist eine Rechtschutzversicherung? Welche Streitigkeiten können durch die Rechtsschutzversicherung abgedeckt werden? Wer kann bei einer Rechtsschutzversicherung versichert werden? Was ist im Schadensfall zu tun?

Dienstag, 05.01.2016, 17:37:47 Uhr

Deutsche sind in Wirtschaftsfragen am geduldigsten

Geduld ist im wirtschaftlichen Leben eine wichtige Tugend.

Wer nicht abwarten kann, nimmt zum Beispiel leichtfertig Kredite auf, um sich schneller etwas leisten zu können. Dass manche Menschen geduldiger sind als andere, ist klar. Aber wie sieht das im internationalen Vergleich aus? Trifft es zu, dass Menschen in manchen Ländern eher das schnelle Geld bevorzugen, andere abwarten können? Ja, es gibt Unterschiede zwischen Ländern und diese sind klar kulturell bestimmt! In einer groß angelegten Studie haben diese Frage Prof. Mei Wang (WHU Vallendar), Prof. Marc Oliver Rieger (Universität Trier) und Prof. Thorsten Hens (Universität Zürich) klar beantwortet. Die Geduldigsten sind die Deutschen.

In ihrer Arbeit, die im „Journal of Economic Psychology“ erscheint, haben die Forscher Zeitpräferenzen (also „Geduld“) in 52 Ländern weltweit gemessen. Testpersonen mussten sich dabei entscheiden, ob sie eine bestimmte Auszahlung lieber sofort oder eine etwas höhere Auszahlung in einem Monat bevorzugen. Der Anteil der Personen, die warten wollten, war in Deutschland am höchsten. Es folgten die Schweiz auf Platz zwei und Belgien auf Platz drei. Auf den letzten beiden Plätzen lagen Tansania und Nigeria.

Genauere Analysen belegen dann auch, dass kulturelle Unterschiede die Geduld in einem Land prägen. Dies ist also kein Vorurteil, sondern Realität. Hier wird es auch politisch interessant: Insbesondere südeuropäische Länder wie Italien, Spanien und Griechenland landeten am Ende der Tabelle. Hinter den Problemen der Eurozone in den letzten Jahren steckt also wohl mehr: ein tiefer, augenscheinlich kulturell verankerter Unterschied in den Zeitpräferenzen, der quer durch die Euroländer verläuft. Die Studie legt nahe, dass die mit den Zeitpräferenzen verbundenen Schwächen im mittel- und langfristigen Handeln und Planen die Kreditwürdigkeit eines Landes beeinträchtigen.

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